News

Konferenz / 31.1.2026

Open Identity Summit 2026 - Call for Papers

Am 21. und 22. Mai findet wieder der alljährliche Open Identity Summit statt.
Der Call for Papers ist eröffnet. Einreichfrist ist der 31.01.26

Veranstaltung / 1.7.2025

Finanz- und Rechnungsbetrug verhindern

Seminar gegen CEO-Fraud für Mitarbeitende in den Bereich Finanzen und Controlling

Veranstaltung / 23.7.2025

IT-Sicherheitsrichtlinien nutzergerecht gestalten und erfolgreich etablieren

Training für empathisches Security Policy Engineering und strategische Sicherheitskommunikation

News / 1.7.2025

Lernlabor Cybersicherheit Faktor Mensch eröffnet

Erlebbare IT-Sicherheit an innovativem Lernort

Blog-Beiträge

11.5.2026

Resilienz Taskforce – warum Produktionsnetzwerke einen gemeinsamen Takt brauchen

Blogreihe: Mehr Resilienz in Produktionssystemen

Störungen in der Produktion starten selten spektakulär. Häufig ist es nur ein fehlendes Teil, eine Qualitätsabweichung, eine verspätete Lieferung oder ein Maschinenausfall. Und trotzdem kennen viele Unternehmen das Gefühl: Innerhalb weniger Stunden wird aus einer lokalen Abweichung ein Problem, das Einkauf, Produktion, Qualität, Logistik und am Ende die Kundinnen und Kunden gleichzeitig betrifft. Plötzlich läuft Kommunikation in mehreren Kanälen, Informationen widersprechen sich und Entscheidungen brauchen zu lange – nicht, weil niemand kompetent wäre, sondern weil das System als Ganzes keinen gemeinsamen Takt findet.

In turbulenten Zeiten reicht operative Exzellenz allein nicht mehr aus. Effizienz ist weiterhin wichtig – aber ohne Handlungsfähigkeit unter Unsicherheit wird Effizienz schnell zur Fragilität. Das zeigt sich gerade in vernetzten Wertschöpfungsstrukturen, in denen Abhängigkeiten hoch sind und ein Ereignis an einer Stelle sofort systemische Effekte auslösen kann.

Wenn Improvisation zum Standard wird

Viele Organisationen reagieren heute bereits mit Eskalationsmechanismen. Im ResiNet-Fragebogen wurde von Resilienzmanagerinnen und -managern beispielsweise beschrieben, dass bei plötzlichen Störungen häufig die Geschäftsführung eingebunden wird, dass je nach Ereignis unterschiedliche Fachabteilungen hinzukommen – und dass sich teilweise bereits »Eskalationstaskforces entlang der Wertschöpfungskette« bilden, von Einkauf bis Vertrieb. Diese Muster sind nachvollziehbar, aber sie haben einen Haken: Sie entstehen oft situativ. Rollen, Entscheidungsrechte und Informationswege werden im Ereignisfall improvisiert – und genau das kostet Zeit.

Was ist eine Resilienz Taskforce – und was ist sie nicht?

Eine Resilienz Taskforce ist kein zusätzlicher Krisenstab, der erst bei Großschadenslagen zusammentritt. Sie ist auch kein Ersatz für Linienverantwortung. Im Kern geht es um ein temporär aktiviertes, interdisziplinäres Team, das bei definierten Turbulenzen die Koordination und Entscheidungsfindung so bündelt, dass das Netzwerk handlungsfähig bleibt.

Der Mehrwert entsteht aus drei Effekten: Erstens wird ein gemeinsames Lagebild hergestellt (»eine Wahrheit statt fünf Statusstände«). Zweitens werden Prioritäten verbindlich geklärt, bevor jede Funktion lokal optimiert. Drittens werden Maßnahmen nicht nur beschlossen, sondern konsequent verfolgt – bis zur Stabilisierung und Übergabe in den Normalmodus.

Interessant ist, dass sich im BMFTR-Projekt ResiNet bereits klare Erwartungsmuster zeigen, was eine solche Taskforce leisten soll. Im Fragebogen, der an die vier Kleine und Mittlere Unternehmen (KMUs) aus dem Projekt versendet wurde, wurden als häufige Aufgaben insbesondere Lagebewertung und Priorisierung von Aufträgen genannt; die Freigabe von Sonderprozessen spielt ebenfalls eine zentrale Rolle. Das ist ein wichtiges Signal: Die Taskforce wird nicht als »Diskussionsrunde« verstanden, sondern als Instrument, um in Ausnahmesituationen schneller zu entscheiden und trotzdem kontrolliert zu bleiben.

Warum klein oft besser ist: Kernteam statt Großgremium

Ein weiterer Punkt aus den Projektergebnissen ist bemerkenswert: Bei der Frage nach der idealen Größe wurde mehrfach betont, dass ein kleines Kernteam sinnvoll ist – teils mit nur zwei bis drei Personen, ergänzt um weitere Rollen je nach Störfall. Das wirkt zunächst kontraintuitiv, ist aber praxislogisch. In Turbulenzen sinkt die Qualität von Entscheidungen nicht wegen zu wenig Beteiligung, sondern wegen zu viel Koordinationsaufwand. Ein schlankes Kernteam bleibt entscheidungsfähig, während ein erweitertes Team gezielt Expertise zuliefert und Umsetzung in die Fläche trägt.

Damit ist allerdings auch klar: Eine Taskforce funktioniert nur, wenn Rollen, Aktivierung und Entscheidungsrechte nicht erst in der Lage ausgehandelt werden. Sie braucht ein klares Mandat, definierte Trigger und eine Kommunikationslogik, die Informationschaos verhindert. Genau dort beginnt der Übergang vom »wir eskalieren irgendwie« zu einem reproduzierbaren Resilienzmechanismus.

Ausblick: Wie wird aus der Idee ein belastbares Konzept?

Eine Resilienz Taskforce entfaltet ihren Nutzen nicht durch ein Organigramm, sondern durch klare Leitplanken: Zielbild, Governance, Teamstruktur, Aktivierung/Deaktivierung, Befugnisse und Kommunikationsregeln wurden im Workshop als zentrale Bausteine bearbeitet. Im nächsten Beitrag zeige ich, wie diese Bausteine praktisch zusammengeführt werden können – inklusive Stufenplan (grün/gelb/rot), Decision-Rights-Matrix und einem sinnvollen Minimal-Piloten für die ersten vier Wochen.

Habe ich Ihr Interesse am Thema Resilienz und Effizienz geweckt oder haben Sie konkreten Unterstützungsbedarf? Dann lade ich Sie herzlich zu unserem
kostenlosen Business Breakfast »Resilienz in Wertschöpfungsnetzwerken« am 09.07.2026 ein. Für weitere Informationen folgen Sie gerne den Aktivitäten des Forschungsprojektes ResiNet der Fördermaßnahme des BMFTR »Dynamische Wertschöpfungsnetzwerke im turbulenten Umfeld – Aufbau von Resilienz in produzierenden Unternehmen (Resipro)« via LinkedIn: Resipro | LinkedIn

Blogreihe »Mehr Resilienz in Produktionssystemen«
Die vergangenen Jahre haben Unternehmen auf eine harte Probe gestellt. Produktionssysteme stoßen im Krisenfall schnell an ihre Grenzen. Effizienz allein reicht nicht mehr aus. Gefragt ist die Fähigkeit, auch unter widrigen Bedingungen handlungsfähig zu bleiben – kurz gesagt: Resilienz. Das Fraunhofer IAO unterstützt Sie gerne auf ihrem Weg zu mehr Resilienz. In dieser Blogreihe werden aktuelle Herausforderungen, Prinzipien und konkrete Pläne für die Praxis beleuchtet.


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6.5.2026

Die neue Ära der KI-Avatare: Wirkung messbar machen

Blogreihe »Die neue Ära der KI Avatare«

Die Einführung neuer Technologien ist erstmal immer eine Wette auf die Zukunft, vor allem wenn sie in bisher wenig erprobten Anwendungen erfolgt. Umso wichtiger ist es, bereits vorher klare Ziele festzulegen und Kosten vs. Nutzen zu quantifizieren. Nur so lässt sich messen, ob sich eine Investition gelohnt hat, sei es finanziell direkt messbar oder in Form anderer, nicht-monetärer Effekte.

Bei Avataren empfiehlt sich eine etwas andere Rechnung: Der Return on Invest (ROI) entsteht weniger durch den Avatar oder die Technologie an sich, sondern durch die Effekte, die er auslöst, vor allem durch seine soziale und visuelle Wirkung. Auch wenn Avatare in der Regel in Kombination mit Sprachmodellen eingeführt werden, ist wichtig, dass bei der Bewertung der inhaltliche Mehrwert, der durch Sprachmodelle bzw. Dialog-basierte Systeme entsteht, nicht mit dem Mehrwert des Avatars als Frontend vermischt wird. Effekte auf Vertrauen, Empathie und Nutzungserlebnis sind gut belegt. Der Einfluss auf harte Business-Kennzahlen (z.B. Conversion Rates) ist oft indirekt und hängt stark vom konkreten Einsatzszenario ab. Einige der größten Hebel von Avataren sind:

  • Engagement
    Avatare können Vertrauen, Verständlichkeit und wahrgenommene Empathie erhöhen. Wenn Nutzende sich besser begleitet fühlen, steigt häufig ihre Nutzungsaktivität, was sich indirekt positiv auf Conversion- oder Abbruchraten auswirken kann.
  • Zugang zu Wissen
    Besonders in Trainings- oder Wissenskontexten können Avatare Inhalte für die Zielgruppe greifbarer machen und den Zugang erleichtern.
  • Am Exponat zu KI-Personas haben wir auf der XR Expo gezeigt, wie KI-gestützte, virtuelle Charaktere genutzt werden können, um Service-Prototypen frühzeitig zu testen und weiterzuentwickeln. (Quelle: Ludmilla Parsyak, 2025).

    Wie kann ich vorgehen, um den ROI zu messen?

  • Klare Ziele definieren (z. B. mehr Vertrauen, bessere Verständlichkeit)
  • Ausgangssituation messen
  • Mit Piloten oder A/B-Tests arbeiten (mit vs. ohne Avatar)
  • Effekte gezielt bewerten, z. B. anhand von
  • Nutzungserlebnis: z. B. über kurze Umfragen zur Zufriedenheit (Customer Satisfaction Score), Vertrauen (Trust Score) oder wahrgenommene Verständlichkeit direkt nach der Interaktion, etwa mit 2-3 Fragen auf einer Skala von 1–5 (»Wie zufrieden waren Sie?«, »Ich habe dem System vertraut«, »Die Erklärung war verständlich«)
    Verhalten: Schließen mehr Nutzer z.B. den Kauf ab? (Conversion Rate)? Springen weniger Nutzende ab? Gibt es verstärkt Interaktion mit dem System?
    Effizienz: werden Anfragen schneller gelöst? Ist weniger Support nötig? Gibt es mehr Fälle von Self-Service?

    Entscheidend ist dabei weniger die einzelne Kennzahl als der Vergleich: Wie verändert sich die Performance mit Avatar im Vergleich zur Ausgangssituation?

    Fazit

    Avatare sind kein Selbstzweck. Ihr Mehrwert entsteht vor allem dort, wo Vertrauen, Verständlichkeit und persönliche Ansprache entscheidend sind. Richtig eingesetzt, können sie Interaktionen natürlicher machen, Nutzende besser führen und komplexe Inhalte greifbarer vermitteln. Gleichzeitig gilt: Der Effekt hängt stark von der Umsetzung ab. Ohne gute Inhalte und passendes Design bleibt ein Avatar reine Spielerei. Umso wichtiger ist es, den Einsatz frühzeitig und systematisch zu erproben, etwa über Prototypen, mit denen sich Interaktion, Gestaltung und Wirkung realistisch evaluieren und iterativ verbessern lassen.

    Haben Sie Ideen für den Einsatz von Avataren in Ihrem Unternehmen? Lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, wie Avatare in Ihrem Kontext echten Mehrwert stiften können – sprechen Sie uns an!

    Blogreihe »Die neue Ära der KI Avatare«
    KI Avatare entwickeln sich zu einem neuen, intuitiven Interaktionsmedium – sowohl im Arbeitsalltag als auch bei der Erbringung und Entwicklung von Services. Sie ermöglichen natürliche Kommunikation, schaffen visuellen Kontext und stärken durch Personalisierung die Bindung zwischen Nutzenden und digitalen Angeboten. Unsere Blogreihe zeigt, wie Avatare die Services verbessern, Entwicklungsprozesse zielgruppennah unterstützen und Expertenwissen zugänglicher machen. Gleichzeitig beleuchten wir, welche Gestaltungsoptionen es gibt, wann ein Avatar wirklich sinnvoll ist und welche Mehrwerte er bietet.

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    5.5.2026

    Durchleitung: Warum Ölstaaten subventionieren, wenn heimischer Strom günstiger fährt?

    2,30 € pro Liter. So viel kostet Diesel gerade an deutschen Zapfsäulen – und ein erheblicher Teil davon fließt in Förderländer, auf die wir keinen Einfluss haben. Gleichzeitig produziert die Solaranlage auf dem Depotdach vieler Fuhrparks und Logistikunternehmen Strom für wenige Cent pro Kilowattstunde. An windigen oder sonnigen Tagen wird deutscher Ökostrom an der Börse fast verschenkt. Wäre es nicht naheliegend, genau diesen Strom auch unterwegs in den eigenen Elektro-LKW zu laden? Vom eigenen Dach, aus dem eigenen Vertrag, zum eigenen Preis – egal an welcher Ladesäule in Deutschland?

    Genau das wird heute nicht gemacht. Wer seinen E-LKW an öffentlicher oder halböffentlicher Ladeinfrastruktur lädt, kauft automatisch den Strom des Ladesäulenbetreibers: ohne Wahl, ohne Transparenz und ohne Verhandlungsspielraum. Der günstige Solarstrom vom Dach? Bleibt auf dem Dach. Der dynamische Börsentarif? Gilt nur an der Steckdose im Depot. Unterwegs zahlen Sie, was der Betreiber verlangt. Statt Abhängigkeit von Ölstaaten handeln Sie sich eine neue Abhängigkeit ein – diesmal vom Ladesäulenbetreiber.

    Preismonopol der Ladesäulenbetreiber?

    Im regulären Stromnetz ist das Prinzip seit Jahrzehnten etabliert: Sie wählen Ihren Stromanbieter, und der Strom wird über das Netz zu Ihnen durchgeleitet. Netzbetrieb und Energielieferung sind sauber getrennt. Bei der Ladesäule stellt der Betreiber die Säule, liefert den Strom und bestimmt den Preis. Für Speditionen mit wachsender E-Flotte kann das zum strukturellen Kostenproblem werden.

    Das Durchleitungsmodell überträgt dieses bewährte Prinzip auf die Ladesäule. Es trennt Infrastruktur und Energielieferung. Ihr Elektro-LKW lädt an einer beliebigen Säule – aber den Strom liefert Ihr eigener Anbieter. Ihr Vertrag, ihr Tarif. Und ja: Auch der Solarstrom vom eigenen Dach kann bilanziell unterwegs mitgenommen werden. Heimische Energie statt importiertem Öl – und das meist zu geringeren Kosten.

    Ihre Flotte, Ihr Strom, Ihr Preis

    Im Forschungsprojekt BANULA haben wir das Durchleitungsmodell vier Jahre lang mit acht Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft an realer Infrastruktur erprobt. Die Ergebnisse:

    1. 1. Volle Preistransparenz: Der Ladepreis wird aufgesplittet in Infrastrukturkosten und Energiekosten. Sie sehen endlich, wofür Sie zahlen.
    2. 2. Eigener Tarif an jeder Säule: Ob unterwegs an der Autobahn, beim Kunden oder im eigenen Depot – Ihr Stromvertrag reist mit.
    3. 3. Eigenerzeugung mitnehmen: Solarstrom vom Dach Ihres Depots können Sie bilanziell auch an einer Ladesäule hundert Kilometer entfernt nutzen. Genauso dynamische Börsentarife. Hier liegen die größten Einsparpotenziale.
    4. 4. Glaubwürdiges Emissionsreporting: 15-Minuten-scharfe Herkunftsnachweise, technisch abgesichert durch Blockchain – nachprüfbar, nicht nur ein Label.
    5. 5. Marktdienliches Laden: Laden entlang der Preissignale des Energiemarkts wird strukturell einfacher.

    Und die Durchleitungsgebühr für diesen Service? Weniger als ein Cent pro Kilowattstunde.

    45 GWh rollen bald über Deutschlands Straßen

    Wer jetzt denkt, das Thema betrifft ihn erst in ein paar Jahren, sollte eine Zahl kennen: Prognosen zufolge könnte der Anteil batterieelektrischer E-LKW im Absatz schwerer Nutzfahrzeuge in Deutschland in 2030 bereits 60 Prozent betragen (siehe Leselinks). Die Logistikbranche wird damit zu einem relevanten Akteur im Energiesystem. Wer frühzeitig versteht, wie Durchleitung funktioniert, kann Kostenvorteile sichern, seine CO₂-Bilanz belastbar nachweisen und seine Ladeinfrastruktur intelligent in den Energiemarkt einbinden. Wer wartet, zahlt den Preis, der durch eine immer unsicherer werdende Weltlage diktiert wird.

    Auch die Regulatorik will diesen Wettbewerb: Speditionen sollen zwischen Ladestromanbietern wählen können, Preisdifferenzierung soll möglich werden, und der eigene Ladestromversorger (EMP) – nicht der Infrastrukturbetreiber (CPO) – soll passgenaue Angebote auf Basis der Ladestoppplanung schnüren können. Logistik und Energiewirtschaft wachsen zusammen. Die Frage ist nur, ob Sie diesen Prozess gestalten oder erdulden.

    Klingt komplex? Nicht für Sie.

    Natürlich steckt hinter dem Durchleitungsmodell einiges an technischer und regulatorischer Komplexität: energiewirtschaftliche Bilanzierung in 15-Minuten-Intervallen, Schnittstellen zu Verteilnetzbetreibern, Übersetzung zwischen Ladeprotokollen und deutscher Energiemarktkommunikation. Das ist nicht trivial. Aber – und das ist die entscheidende Botschaft – das ist nicht Ihr Problem.
    BANULA kümmert sich um die gesamte Kommunikation zwischen Ladesäulenbetreiber und Ihrem Energieversorger, übernimmt alle Aufgaben rund um den deutschen Energiemarkt, sorgt für einen reibungslosen Abrechnungsprozess und kann geladene Energiemengen technisch nachweisen. Alles basierend auf offenen Standards.

    Für Sie als Logistiker bleibt das Laden so einfach wie bisher. Sie fahren an die Säule, stecken ein, laden – nur, dass ab jetzt Ihr eigener Strom fließt. Das Onboarding ist schlank: Sobald Sie eingebunden sind, sind Sie Teil des Netzwerks.

    Was Sie jetzt tun können

    Die Technik steht. Die Prozesse sind erprobt. Die Regulatorik zieht mit. Was jetzt noch fehlt, ist, dass die Logistikbranche das Thema aktiv für sich gestaltet – statt irgendwann vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden.

    Mein Team Smart Energy Systems am Fraunhofer IAO begleitet Unternehmen beim Einstieg in das Durchleitungsmodell – von der Machbarkeitsanalyse bis zur Umsetzung. Auf banula.de finden Sie umfangreiche Onboarding-Dokumente: technische Spezifikationen, regulatorische Leitfäden und praktische Handreichungen, mit denen Sie direkt starten können.

    Sprechen Sie uns an. Denn wer bei 2,30 € pro Liter Diesel noch Ölstaaten mitfinanziert, statt heimischen Strom in seine Flotte zu bringen, verschenkt bares Geld.

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    29.4.2026

    Die neue Ära der KI-Avatare: Wann Avatare Services wirklich besser machen

    Blogreihe »Die neue Ära der KI Avatare«

    Ob auf Messen, in Chats oder in der Gaming- und Filmszene: Avatare sind zunächst immer ein Eyecatcher. Durch KI und immer bessere Sprachmodelle wird die Interaktion mit Avataren immer besser und natürlicher. Welche Eigenschaften KI-Avatare als Kommunikationsinterface besitzen und wie sie gestaltet werden, habe ich in meinem letzten Blogbeitrag erläutert. Dennoch stellt sich die Frage: Sind Avatare nur eine Spielerei oder gibt es im Businesskontext wirklich sinnvolle Anwendungspotenziale für Unternehmen?

    Brauche ich überhaupt einen Avatar?

    Ein Avatar ist kein Selbstzweck. Studien zeigen: Der größte Mehrwert entsteht dort, wo soziale Interaktion, Vertrauen und verständliche Vermittlung eine zentrale Rolle spielen. Der Unterschied zu rein textbasierten Lösungen: Ein Avatar bringt eine visuelle und soziale Ebene ins Spiel, die in bestimmten Szenarien den Unterschied macht. Ein Avatar ist daher besonders sinnvoll bei:

  • Komplexen, beratungsintensiven Services
    Ein visuelles Gegenüber kann helfen, Inhalte greifbarer zu machen und Nutzende Schritt für Schritt durch Entscheidungen zu führen.
  • Anwendungen mit hohem Vertrauensbedarf
    Wahrgenommene Empathie und »soziale Präsenz« können Vertrauen und Akzeptanz erhöhen.
  • Markenbindung und Differenzierung
    Avatare schaffen Wiedererkennung und können Interaktionen persönlicher wirken lassen.
  • Lern-, Onboarding- und Trainingsszenarien
    Inhalte werden oft als zugänglicher und engagierender wahrgenommen, wenn sie dialogisch und visuell vermittelt werden.
  • Das bedeutet: Wenn ein Service davon lebt, dass sich Nutzende abgeholt, verstanden und angeleitet fühlen, kann ein Avatar einen echten Mehrwert bieten. Genauso wichtig ist, dass es Szenarien gibt, in denen ein Avatar wenig Mehrwert bietet, etwa bei einfachen, schnellen Aufgaben, stark zeitkritischen Prozessen oder wenn Nutzende bewusst eine nüchterne, funktionale Interaktion bevorzugen. In solchen Fällen kann ein Avatar sogar als unnötiger Umweg wahrgenommen werden.

    Klassische Anwendungsbeispiele von Avataren in Services sind der Kundenservice und die Beratung auf Websites und Portalen, Onboarding für Kunden und Mitarbeitende, oder auch die virtuelle Produktberatung im Handel. Doch nicht nur Endkunden profitieren von interaktiven Avataren. Mit den folgenden Beispielen möchten wir weniger naheliegende Anwendungsfälle aufzeigen.

    Interaktive Avatare als virtuelle Zielgruppen in der Serviceentwicklung

    Petra Olschowski, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg, testet auf der Hannover Messe 2022 unser Exponat Persona Check«. Dieses zeigt, wie man mit KI-Personas bereits möglichst früh in der Entwicklung Feedback zu Service-Ideen und -Prototypen einholen kann.

    In der Entwicklung von Services können interaktive Avatare als virtuelle Zielgruppen (Personas) dienen. Personas werden damit erlebbar: anstatt sie nur in PDF-Dokumenten zu beschreiben und statische Steckbriefe als Gedankenstütze zu nutzen, können Teams mit einem Avatar interagieren, der das Verhalten und die Perspektive einer Persona simuliert (z.B. »technikaffine Einkäuferin« oder »unsicherer Erstnutzer«). Entwicklerinnen und Entwickler müssen nicht gleichzeitig an die Bedürfnisse der Zielgruppen und Serviceprozesse denken. Die Berücksichtigung der Zielgruppen hängt damit nicht mehr von der Vorstellungskraft und einem subjektiven Zielgruppenbild ab. Der interaktive Avatar unterstützt dabei, die Nutzerbedürfnisse systematisch in den Entwicklungsprozess zu integrieren. Die Vorvalidierung von Ideen, oder auch ersten Prototypen wie User Interfaces wird damit einfacher, schneller und objektiver, weil Entwicklerinnen und Entwickler mit dem Avatar »durch den Service gehen« können, bevor etwas live geht.

    Goodbye Expertenwissen? Implizites Unternehmenswissen sichern und zugänglich machen

    Unternehmen stehen zunehmend vor der Herausforderung, Expertenwissen zu sichern, wenn etwa Schlüsselpersonen das Unternehmen mit undokumentiertem Erfahrungswissen verlassen. Zwei Einsatzmöglichkeiten für interaktive Avatare sind hier besonders vielversprechend:

  • Extraktion von Expertenwissen
    Der interaktive Avatar kann im Dialog mit dem Experten oder der Expertin das (implizite) Wissen systematisch aufnehmen. Nicht nur Dokumente, sondern auch implizites Erfahrungswissen (z.B. Best Practices aus Projekten) kann in das System einfließen. Die Gestaltung des interaktiven Avatars muss auf die Sympathie des Experten oder der Expertin abzielen.
  • Wissensvermittlung über Dialog
    Das dokumentierte Wissen soll nun an neue Mitarbeitende weitergegeben werden. Auch hier kann ein interaktiver Avatar als Experte bei Fragen zur Verfügung stehen oder Schulungsformate übernehmen. Mitarbeitende können ihn fragen: »Woran erkenne ich frühzeitig, dass Anlage X kurz vor einem Ausfall steht?« oder »Welche typischen Fehler passieren beim Einrichten der Linie für Produkt Y und wie vermeide ich sie?«. Interaktion und Gestaltung können an Rolle, Standort oder Erfahrungslevel des Mitarbeiters angepasst werden (z.B. »neue Servicemitarbeiterin an Standort A« vs. »Teamleiter in Region B«).
  • So wird der Avatar zu den »Gesichtern« eines Expertensystems, das Wissen nicht nur speichert, sondern aktiv aufnimmt und so vermittelt, dass es die Zielgruppe des Systems bestmöglich versteht.

    Kurz gesagt: Avatare sind kein Standard-Feature, aber in den richtigen Szenarien ein wirkungsvolles Interface für moderne Services.

    In meinem nächsten Blogbeitrag gehe ich näher darauf ein, wie sich der Mehrwert von Avataren messen lässt.

    Haben Sie Ideen für den Einsatz von Avataren in Ihrem Unternehmen? Lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, wie Avatare in Ihrem Kontext echten Mehrwert stiften können – sprechen Sie uns an!

    Blogreihe »Die neue Ära der KI Avatare«
    KI Avatare entwickeln sich zu einem neuen, intuitiven Interaktionsmedium – sowohl im Arbeitsalltag als auch bei der Erbringung und Entwicklung von Services. Sie ermöglichen natürliche Kommunikation, schaffen visuellen Kontext und stärken durch Personalisierung die Bindung zwischen Nutzenden und digitalen Angeboten. Unsere Blogreihe zeigt, wie Avatare die Services verbessern, Entwicklungsprozesse zielgruppennah unterstützen und Expertenwissen zugänglicher machen. Gleichzeitig beleuchten wir, welche Gestaltungsoptionen es gibt, wann ein Avatar wirklich sinnvoll ist und welche Mehrwerte er bietet.

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    Aktuelles

    3.6.2026

    Fraunhofer IAO gewinnt Green Good Design Award

    Mit der »Modellbasierten Entscheidungsunterstützung zur proaktiven sowie Lebenszyklus-gerichteten Entwicklung von Fahrzeug-Komponenten CYCLOMETRIC« hat das Fraunhofer IAO zusammen mit der Schweizer Design Consulting GmbH einen Green Good Design Award gewonnen. Diese Auszeichnung unterstreicht die Bedeutung der Transformation zur Kreislaufwirtschaft und zeigt, wie Unternehmen durch methodische Ansätze befähigt werden können, regulatorische Anforderungen auf dem Weg zur CO₂-Neutralität als Hebel für Innovation, Wettbewerbsfähigkeit und neues Wachstum zu nutzen.
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    22.5.2026

    Gemeinsam mutig vorangehen: WOMEN OF TECH CONFERENCE‘26

    Unter dem Motto »Connecting Human & Machine« kamen am 20. und 21. Mai 2026 zum fünften Mal Frauen aus Technologie, Wirtschaft und Wissenschaft in Stuttgart in der ARENA2036 zur WOMEN OF TECH CONFERENCE‘26 (WOT) zusammen. Die Veranstaltung mit einem Rekord von über 500 Teilnehmenden bot inspirierende Keynotes, spannende Paneldiskussionen und vielfältige Networking-Möglichkeiten, die den Austausch und die Vernetzung unter den Frauen ermöglichten. Die von Prof. Dr. Katharina Hölzle und Katharina Hopp initiierte Konferenz verfolgt das Ziel, Frauen aus der Technologiebranche zu stärken und ihre Rolle aktiv zu fördern. Neu in diesem Jahr war zudem ein Hackathon am Vortag.
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    21.5.2026

    Fraunhofer öffnet Türen beim Stuttgarter Wissenschaftsfestival

    Wie verändern Künstliche Intelligenz, Robotik und innovative Produktionstechnologie unseren Alltag? Anlässlich des Wissenschaftsfestivals der Stadt Stuttgart geben die Fraunhofer-Institute beim Tag der offenen Tür am 27. Juni 2026 von 13 bis 18 Uhr familienfreundliche Einblicke in ihre angewandte Forschung. Besonderes Highlight: Mit dem autonom fahrenden Shuttlebus »BumbleB« wird Mobilität von morgen auf dem Fraunhofer‑Campus live erlebbar.
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    20.5.2026

    Trotz Informationsflut besser lernen – individuell angepasst

    Im Whitepaper »The Human Mind in Learning« liefert das Forschungsteam Lösungsansätze für die betrieblichen Weiterbildung. Die Publikation erläutert, wie das Gehirn lernt, beleuchtet psychologische Erfolgsfaktoren und skizziert den Weg von einfachen neuroergonomischen Maßnahmen bis hin zur neuroadaptiven Lernorganisation. Jedes Kapitel enthält sofort umsetzbare Tipps für lernförderliche Bedingungen.
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    Schwerpunkte

    Identity Management

    Vertrauenswürdige Identitäten sind wesentliche Grundlage für viele digitale Prozesse. Wir unterstützen Sie bei wirtschaftlichen, technischen und organisatorischen Fragestellungen des organisationsinternen und organisationsübergreifenden Identiätsmanagements und der Informationssicherheit.

    Vehicle Experience

    Die wichtigsten Innovationen im Automobil wirken sich heute direkt auf das Fahrerlebnis und die Mensch-Maschine Interaktion aus. Für diese Innovationen bieten wir Demonstrations- und Testumgebungen und führen Probandenstudien nach wissenschaftlichen Standards mit innovativen Methoden durch.

    Interaction Design

    Die Interaktion mit Technik soll intuitiv sein und Spaß machen. Dabei geht es um die Wahl der richtigen Technologien und um die Gestaltung von allem was der Nutzer sieht, hört und fühlt. Attraktive und ergonomische User Interfaces sind uns wichtig. Die visuelle Gestaltung kommuniziert wichtige Eigenschaften und Zusammenhänge.

    Human-Centered AI

    Künstliche Intelligenz (KI) und Maschinelles Lernen können unser Leben und Arbeiten bereichern. Wir gestalten KI-Systeme, die vertrauenswürdig und nachvollziehbar sind und mit denen Menschen gerne interagieren und effizient zusammenarbeiten.

    User Experience

    Mit WOW-Faktor zum Produkterfolg! Heben Sie sich von der Konkurrenz ab, mit Produkten und Services, die Ihre Nutzer:innen nachhaltig begeistern. Mit ihrer Erfahrung und unserem Know-How können wir gemeinsam attraktive Produkte und Services gestalten, die optimal bedienbar, emotional ansprechend und wirtschaftlich erfolgreich sind.

    Neuroadaptive Systeme

    Wir blicken in eine Zukunft, in der intelligente Systeme dabei helfen, unsere Arbeit und unser tägliches Leben einfacher zu machen. Unsere Arbeit beruht auf einem umfassenden Verständnis dafür, wie Menschen mit der realen Welt interagieren. Wir schauen uns an, was sie sehen, hören und fühlen.