Identitätsmanagement in modernen Wertschöpfungsketten

Exemplarische empirische Einblicke aus der Automobilindustrie

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Herausforderung

Die Digitalisierung wesentlicher Geschäftsprozesse stellt für Unternehmen eine potenzielle Quelle zur Generierung von Wettbewerbsvorteilen dar, erfordert aber gleichzeitig die fundierte Auseinandersetzung mit der Sicherheit ihrer IT-Infrastruktur.

Zahlreiche aufsehenerregende Sicherheitsvorfälle bekannter Unternehmen in der jüngsten Vergangenheit, wie auch entsprechende Studien zum Anstieg der Cyberkriminalität zeigen jedoch, dass IT-Sicherheitsrisiken häufig nicht adäquat begegnet wird. Der bedarfsgerechten Absicherung der IT-Infrastruktur kommt darum eine wesentliche Bedeutung für den unternehmerischen Erfolg zu.

Ein fundamentales Element der IT-Sicherheit stellt dabei das Identitätsmanagement dar, das die effiziente Verwaltung der Identitäten und Zugriffsrechte für die unternehmerischen IT-Ressourcen ermöglicht. Angesichts der zunehmenden Bedeutung unternehmensübergreifender Kooperationen werden jedoch auch IT-Systeme in immer größerem Maße auch extern bereitgestellt. Dies zeigt sich beispielsweise in der Nutzung von Cloud-Services sowie im Austausch von Entwicklungsdaten. Die Arbeit in modernen Wertschöpfungsketten stellt damit auch für das Identitätsmanagement eine neue Herausforderung dar.

Ergebnis

Die Studie basiert auf fünf ausführlichen qualitativen Interviews mit Experten großer Automobilhersteller und -zulieferer sowie der Analyse einer quantitativen Befragung von 85 Unternehmen aus der Automobilindustrie. Die Studienergebnisse weisen auf die Bedeutung des interorganisationalen Austauschs von Daten und Services in modernen Wertschöpfungsketten hin, geben einen Einblick in die Verbreitung unterschiedlicher Ausprägungen von Cloud Computing in der Automobilindustrie und zeigen schließlich, wie das Identitätsmanagement auf diese Herausforderungen reagiert. Besonders betrachtet wurde dabei, wodurch sich erfolgreiche Unternehmen auszeichnen.