Audi 25th hour

Herausforderung

Aus Sicht der Trend-Kommunikation der Audi AG bringen die Entwicklungen hin zu autonomen Fahrzeugen vor allem einen großen Vorteil: mehr Zeit. Wenn die Menschen nicht mehr selber fahren müssen, können sie im Auto einfach nur entspannen oder andere Dinge erledigen, zum Beispiel arbeiten. Wie könnte ein Auto aussehen, das jedem Menschen eine optimal auf ihn angepasste Arbeitsumgebung bietet? Kann uns unser Auto in Zukunft dabei unterstützen, konzentriert und produktiv zu arbeiten? Diesen Fragen sind das Fraunhofer IAO und die Audi AG in einer gemeinsamen Studie nachgegangen. Dazu kooperierten IAO-Experten aus den Kompetenzfeldern User Experience, Mobilität- und Stadtsystemgestaltung und Engineering- Systeme eng miteinander.

Methodik

In einem eigens gebauten Fahrsimulator nahmen die insgesamt 30 Studienteilnehmer an einer simulierten Fahrt durch eine Stadt im autonomen Auto teil. Während der Fahrt mussten sie Konzentrationsaufgaben lösen. Wie gut ihnen dies gelang, wurde anhand ihrer eigenen subjektiven Einschätzung, ihrer Bearbeitungsqualität und ihrer mentalen Belastung im Gehirn (mittels Elektroenzephalographie) ermittelt. Während der Fahrt wurden die Umgebungsgestaltung in Fahrzeuginnenraum auf zwei verschiedene Arten geändert. Zum einen wurde über die Scheiben, die im Auto der Zukunft gleichzeitig Displays sind, digitale Reize wie E-Mail-Benachrichtigungen, Anrufe oder Werbevideos eingespielt – ein Szenario was durchaus denkbar wäre, wenn Mobilität in Zukunft nicht nur von herkömmlichen Automobilherstellern, sondern auch Unternehmen wie Google oder Facebook bereitgestellt würde. Im zweiten Szenario wurden die Scheiben opak und eigens entwickelte, konzentrationsfördernde Beleuchtung und Hintergrundsound angeschaltet.

Für das Laborexperiment im Rahmen des Audi-Projekts „Die 25. Stunde“ hat am Fraunhofer IAO ein interdisziplinäres Forschungsteam abteilungs- und fachübergreifend zusammen gearbeitet:

  • Mobilität- und Stadtsystemgestaltung: Projektleitung und -koordination
  • Engineering- Systeme: Lichtkonzept, Fraunhofer Vehicle Interaction Lab
  • Mensch-Technik-Interaktion: Studienkonzeption- und design, (neuro-)physiologischer Versuchsaufbau, Datenanalyse und Studienauswertung

Diese Art der Zusammenarbeit und Realisierung systemischer Fragestellungen zeichnet das Fraunhofer IAO als Institut der interdisziplinären und angewandten Forschung aus.

Ergebnis

Entstanden ist eine intuitive und klar gegliederte Benutzeroberfläche mit einem speziell dafür gestalteten Icon-Set. Feine Raffinessen bei der Darstellung und Bedienung geben der Maschine das gewisse Etwas, das den Bedürfnissen des Nutzers entspricht.